Chronik 2003

Am Sonntag, den 16. November 2003, starteten wir mit 3 Mannschaften bei der Berliner Marathonstaffel im Grunewald (2 Männer- und 1 Frauenstaffel)

 

 

Männer 1. Staffel   48. Platz Zeit   3:03:40
Männer 2. Staffel 135. Platz Zeit   3:19:42
Frauen 1. Staffel   22. Platz Zeit   3:42:55

 

Männer 1. Staffel
Läufer Zeit
Thomas Hoffmann 00:22:06
Enrico Luther 00:22:13
Axel Piotrowski 00:42:50
Wolfgang Wilde 00:47:21
Roland Bartel 00:49:07

 

Männer 2. Staffel
Läufer Zeit
Torsten Maruschke 00:22:46
Stefan Dunker 00:23:06
Torsten Schacht 00:48:27
Reiner Grabert 00:51:28
Hartmut Bngies 00:53:53

 

Frauen 1. Staffel
Läufer Zeit
Peggy Georgiew 00:25:40
Antje Witt 00:29:51
Kerstin Schulz 00:30:33
Gisela Gottschalk 00:34:38
Bianca Jannasch 00:48:16
Jana Bungies 00:53:54

 

Wir bedanken uns ganz herzlich bei den Nauener Läuferrinnen!

 

Bianca Jannasch, Antje Witt & Peggy Georgiew

 

Sie haben uns durch ihre Teilnahme erst ermöglicht, mit einer Frauenstaffel anzutreten, um diesen hervorragenden Platz zu erreichen!

Der pure Wahnsinn

Du kannst einen Marathon in allen großen Städten und in fast allen Ländern der Welt laufen, aber einen Marathon unter der Erde – nein, dass glaub ich nicht!

 

Dann lies hier den Bericht von Klaus-Peter Krüger, der ihn gelaufen ist.

 

           

Klaus-Peter Krüger beim Untertage- Marathon

 

           

Du musst gar nicht so weit fahren oder gar fliegen, um an diesem Marathon teilzunehmen. Nur 3 Stunden vom Herberts Heimatort Brieselang entfernt liegt Sondershausen bei Erfurt. Dort gibt es die ehemalige Kaligrube „Brückmann-Schacht“. Die Verantwortlichen, zu denen auch ehemalige Bergarbeiter gehören, haben es geschafft den stillgelegten Schacht neuen Verwendungszwecken zuzuführen, so gibt es unter Tage zwei Festsäle für Theateraufführungen, Theken (samt Bier und Würstchen), sehr modern hergerichtete WCs, im Entstehen ist eine Bowlingbahn . Na ja, und dann kam man auf die Idee, durch die vielen Stollengänge mutige, abenteuerlustige Läufer  zu einem Marathon zu schicken ( ein Halbmarathon ist auch möglich ). Inzwischen fand dieser Marathon zum zweiten Mal statt.

 

           

Am  13. Dezember 2003 fuhren wir, dass waren Stefan Rexin, Mario Werschun und ich, frühmorgens um 4.30 Uhr  von zu Hause los nach Sondershausen .Um ca. 8.00 Uhr erreichten wir unseren Standort. Im  Wirtschaftsgebäude holten wir unsere Startunterlagen ab. Mit Spannung  erwarteten wir den Start. Das Umkleiden war schon sehr interessant, weil wir uns im Umkleideraum der Bergarbeiter befanden und die Sachen an der Kette hochgezogen wurden. Ausgestellte Bilder und die Einrichtung vermittelten Eindrücke vom harten Bergarbeiterleben.

 

 

 

Dann endlich war es soweit, Helm auf und reingequetscht ging es mit  dem Fahrstuhl 700 m in die Tiefe ( Hölle ).Unten erwartete uns, zu unserem Erstaunen, ein geräumiger Schacht.  Interessiert schauten wir uns alles an. Mit ca.150 Marathonis standen wir um 10.00 Uhr zum Start bereit, ein Zurück gab es jetzt nicht mehr.

 

Der Startschuss fiel und auf ging es in die erste von vier Runden. Wir passierten enge und weite Stollenabschnitte, abschüssige wie auch stetig ansteigende (Steigungen teilweise 18 %), der Untergrund  war uneben und an

den Steigungen sehr glatt. Trotz der Belüftungsschächte machten uns die heißen Temperaturen – bis ca. 30 Grad – sehr zu schaffen.

 

Die salzgetränkte Luft brannte uns auf den Lippen. An manchen Streckenabschnitten liefen wir in völliger Dunkelheit, weil nur alle 40m Lampen aufgehängt waren, die einen begrenzten Lichtkegel warfen. (Grubenlampen wären von Vorteil gewesen) Alles in allem waren unsere Aufmerksamkeit und unsere Kondition sehr gefordert.            

Die Verantwortlichen wussten um die Schwierigkeiten der Strecke, deshalb waren ständig Streckenbiker unterwegs, um uns Läufer zu überwachen. Nur einige wenige Läufer mussten wegen der Anstrengungen aufgeben und wurden“ in Salz gepökelt“. Nach der ersten Runde waren wir uns einig, dass es ein Berg- und Tallauf sein wird, der nichts für Anfänger war.

        

Aber nun sind wir ja schon lauferfahren und teilten uns von Anfang an unsere Kräfte gut ein, teilweise gingen wir die schwierigsten Steigungen hoch. Wir versorgten uns ausreichend mit Wasser und den dargebotenen Energieriegeln.   

Den schönsten Moment erlebt ein Marathonläufer, wenn er das Ziel durchläuft. Geschafft, geschafft!!  Mit unserer Zielzeit von 4: 36 Uhr waren wir sehr zufrieden. Erstaunlicherweise verging die Zeit beim Laufen unter Tage viel schneller, empfanden wir. (Was auch immer  der Grund war!) 


Zur Belohnung für unsere stolze Leistung erhielten wir im Ziel eine Medaille, eine Urkunde und ein T-Shirt.


Vielen herzlichen Dank an alle Organisatoren. 

 

Heute, zwei Monate später, sieht man sich die Bilder des Laufes an und wundert sich, wie schnell man Schmerz und Anstrengung vergessen hat. Und glaubt es  mir, man kann unter der Erde einen Marathon laufen. Es fehlen nur die schönen Landschaftseindrücke und die vielen tausend Zuschauer.

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