Chronik 2004

„Havelblitze“ sind ein bewährtes Team             Mit vollem Power an den Start

Preussenspiegel vom 14.01.2004

 

 

Wustermark (wn). Mit voller Power starteten am Silvestertag die „Havelblitze“ ihren traditionellen Silvesterlauf, an dem sich nicht nur Lauffreunde aus der Region, sondern auch aus anderen Teilen Deutschlands beteiligten. Insgesamt 90 Kinder, Jugendliche und Erwachsene stellten sich im Wustermarker Güterverkehrszentrum dieser laufsportlichen Herausforderung auf der gut zwei Kilometer langen Strecke.

 

Jeder Teilnehmer konnte ohne jeglichen Zeitdruck Runde für Runde drehen und für seine Gesundheit etwas Gutes tun. Auf liebevolle Weise sorgten die „Havelblitze“ auch für das leibliche Wohl, denn eine zünftige Stärkung hatten sich alle Läufer redlich verdient.

 

Diese laufsportliche Veranstaltung fand bereits zum fünften Mal mit großem Erfolg statt. Gisela Gottschalk von den legendären „Havelblitzen“ möchte sich auf diesem Weg bei allen Partnern, zu denen auch die Sponsoren gehören, herzlich bedanken. Durch ihre aktive Hilfe und Unterstützung tragen sie immer wieder zum guten Gelingen bei.

Havelblitze beim Rom-Marathon

Gisela und Wolfgang Gottschalk nahmen am Sonntag, dem 28. März 2004,

am 10. Marathon in Rom teil. Die Strecke führte uns durch den geschichtsträchtigen und historischen Altstadtkern Rom.

Bei 15 Grad und herrlichstem Sonnenschein genossen wir beim Laufen den Anblick des Colloseums, des Vatikanpalastes, der Engelsburg und vieler anderer Sehenswürdigkeiten.

Die Italiener waren ein temperamentvolles und begeistertes Publikum, das uns von den Strapazen des Laufes ablenkte.

Ein Havelwolf unter den Havelblitzen

Dyrotzer Wolfgang Wilde war in Frankfurt/Main am Start

Den Favoriten die Show gestohlen hat Wolfgang Wilde aus Dyrotz beim diesjährigen Opel Ironman Triathlon in Frankfurt (Main) nicht.  Dennoch war der Havelländer für mehrere Sekunden in der Fernsehübertragung des Hessischen Rundfunks zu sehen, weil er hinter der zweitplatzierten Frau hinterherlief. Und im Ziel, am Römerberg der Mainmetropole, wurde Wolfgang Wilde als 1229, in dem rund 2200 Sportler starken Teilnehmerfeld von einem begeisternden Publikum empfangen.

 

Wilde, der für den LC-Dosse Wittstock startet, musste mit den anderen Triathleten etwa 20 Minuten im mit 18,5 Grad erfrischenden Wasser warten, ehe nach dem Einspielen der Nationalhymne der hessische Ministerpräsident Roland Koch mit elfminütiger Verspätung den Startschuss gab. Beim Schwimmen musste er viel kaltes Wasser schlucken und sich wegen des Gedränges auf den ersten 2000 Metern immer wieder neu orientieren. In diesem Chaos verlor er viel Zeit und war nach der 3,8 km langen Schwimmstrecke nur noch bemüht, auf den 180 km mit dem Rad schnell wieder seinen Rhythmus zu finden. Trotz mehrerer Regenschauer und starken Windböen kam Wolfgang Wilde auf dem zweiten Abschnitt sehr gut zurecht und zum Beginn der 42 km langen Laufstrecke noch genügend Kraft, weitere Plätze nach vorn zu kommen.

 

Bei diesem Triathlon konnte Wolfgang Wilde, der bereits 43 Wettkämpfe über mindestens 42 km bestritten hat, in seiner Spezialdisziplin, dem Marathonlauf, nochmals mit einer persönlichen Bestzeit aufwarten. In seiner Altersklasse T 50 belegte er von 62 Startern im Ziel den 31. Platz. Nach seinem  „längsten Tag des Jahres“, so das Motto des Veranstalters, hatte er allerdings vorübergehend den Entschluss gefasst, nie wieder in Frankfurt (Main) an den Start zu gehen.

 

In Vorbereitung auf diesen Triathlon hat Wolfgang Wilde wöchentlich bis zu 15 Stunden trainiert. In diesem Jahr will er noch bei den Marathonläufen in Berlin und am Brocken im Harz an den Start gehen.                                                                      

 

 td  Quelle: MAZ   

 

Havelblitze in Leipzig

Am 25.04. sind wir mit 6 Havelblitzen in Leipzig auf der für 2012 geplanten Olympiastrecke zum Wettkampf angetreten. Wir hatten mit dem schönen Wetter ideale Startbedingungen.

 

Die Veranstaltung wurde gut organisiert. Es gab sehr viele Verpflegungspunkte auf der flachen und somit schnellen Strecke. Die freundlichen Zuschauer haben alle Sportler engagiert und herzlich unterstützt.

Die Zeiten

Marathon
Läufer Zeit
Axel Piotrowski 3:17
Thomas Hoffmann        3:38                 
Regina Piotrowski         3:58                
Stefan Dunker              3:59 

 

Halbmarathon
Läufer Zeit
Konstanze Hoffmann    2:21
Manuela Dunker                 2:21               

 

Bei der Tochter von Axel und Regina möchten wir uns besonders bedanken.

Nur durch Sie war es möglich, von der Veranstaltung Fotos mitzubringen.

42,195 km durch Berlin

Ich bin gut vorbereitet, habe eisern trainiert, mich diszipliniert ernährt und trotzdem wird mir von Tag zu Tag flauer im Magen. Das führt soweit, dass ich so sehr auf jedes Zipperlein in und an meinem Körper achte, dass ich daran zweifele, wirklich fit zu sein.

 

… Die Nacht davor – endlich ist es soweit – aber aufgeregt ohne Ende…

26. September- 5:20 Uhr – hellwach – nicht mal mehr 4 Stunden…

Es regnet, nicht zu ändern, alle haben die gleichen Bedingungen, bestimmt hört der Regen auf…

 

Frühstück – es gelingt mir, 3 Toastscheiben mit Zuckerrübensirup zu schlucken, mit meinem maltodextrinhaltigen Fencheltee rutscht es irgendwie. Zur Ablenkung schalte ich den Fernseher ein und bin erstaunt, was um diese Zeit schon alles über den Bildschirm flackert. Der RBB sendet eine Zugfahrt aus Sicht des Lokführers (wahrscheinlich das Testbild) – das beruhigt mich und stimmt mich ein auf meine große Reise…. 

 

7:00 Uhr bei Pio vor der Haustür – „Hier ist Startnummer F6158“…wir gehen noch mal durch, ob alles im Sack ist. Pio verpasst mir noch einen Müllsack als Regenschutz im Startbereich, ansonsten habe ich nichts vergessen.

 

7:22 Uhr Abfahrt per Regionalbahn bis Friedrichstraße. Die mitfahrenden „Havelblitze“ sind auch nervös, das tröstet mich….

Berlin – überall wimmelt es von Leuten mit dem gleichen Sack über der Schulter wie ich… alle bewegen sich zum Start und Zielbereich zwischen Brandenburger Tor und Reichstag… immer noch Regen…

 

8:15 Uhr – letzte Vorbereitung in einem der Zelte… Brustwarzen abkleben, Füße und Beine salben, anziehen (hoffentlich das Richtige), Startnummer an die Vorderfront (zum Glück hilft mir Jana, meine Hände zittern), Nahrung (Power- Geel) in die Tasche, noch eine Banane auf den Weg… Es geht los…

 

LKW 87- hier hole ich irgendwann am Nachmittag meinen Sack wieder ab.

Versuche locker zu sein- gelingt mir aber nicht…

 

8:45 Uhr im Startblock G angekommen…alle anderen um mich rum erscheinen mir locker und gelöst zu sein, ich unter meiner Mülltüte habe das Gefühl, jeden Moment vor Anspannung platzen zu müssen….Werde ich das schaffen, bin ich wirklich gut vorbereitet, was kommt nach Kilometer 30, sitzen die Schuhe richtig, schlagen die Socken auch keine Falten….Plötzlich ein Aufschrei… Karo??!!!!- Das gibt es doch gar nicht!! 36.000 Läufer und da drängelt sich mein Kommilitone nach fast 25 Jahren direkt vor meine Startposition….Unser ganzes Umfeld teilt mit uns die Wiedersehensfreude… Anspannung und Nervosität? – die sind plötzlich wie weggeblasen… nun kann er kommen – der Startschuss….

 

Irgendwann nach 9:00 Uhr kommt Bewegung in unseren Startblock …

9:11 Uhr - Startlinie… noch 42,195 km bis zum Ziel… Pio und Jana an meiner Seite. Fühle mich bestens… den richtigen Rhythmus finden, auf 6 min je Kilometer einpegeln, nur nicht zu schnell werden in der Euphorie der ersten Kilometer, Pio und ihre Uhr haben die Sache voll im Griff. Fühle mich prächtig und stark. Wir rennen leichtfüßig an einer Kilometermarkierung nach der anderen vorbei und werden von der tollen Atmosphäre um uns rum förmlich getragen.

 

Alexanderplatz- km 12 – ich sehe Mutti und Vati und sie mich – freue mich total. Trotz des schlechten Wetters (Nieselregen und nasse Straße) ist die Strecke fast ununterbrochen gesäumt von einer Kulisse aus laufbegeisterten Zuschauern, Angehörigen mit Plakaten, Musikbands und Cheerleadern – das alles motiviert total – noch macht mir das Laufen richtig viel Spaß…(Bleibt das so??)

 

Km 21 – „die Hälfte ist geschafft“ steht auf dem Transparent über der Straße – noch laufen wir als Trio und sind guter Dinge.

 

Km 25 – Pio setzt sich ab, wir laufen als Duo weiter – gleich erreichen wir den wilden Eber, wo mein Fanclub mich erwarten will. Die Beine laufen wie geschmiert, so dass ich mich auf das Geschehen am Straßenrand konzentrieren kann – Hier geht richtig die Post ab, an diesem südlichsten Streckenabschnitt – Uschi entdeckt mich zuerst, es folgen stürmische Umarmungen mit den Fanclubmitgliedern – ein total motivierendes Ereignis nach 27 km. Jana signalisiert schwere Beine, sie will ihren eigenen Lauf machen.

 

Km 30 – bis hierhin reicht meine Erfahrung aber was kommt nun? Die große Unbekannte – irgendwo soll hier „der Mann mit dem Hammer“ lauern…. Die Beine sind nicht mehr so taufrisch, aber das Laufen fällt nicht schwer…

 

Km 33 – mir scheint, ich habe den Hammermann ausgetrickst oder mich gut getarnt.  Trotzdem sehne ich mich nach dem Ziel und der Ruhe danach … auf dem Transparent über der Straße steht „noch 7,5 km bis zum Ziel“. Nun tut es doch weh, habe das Gefühl, jeden Moment einen Krampf in beiden Waden zu bekommen. Etliche um mich herum kämpfen bereits mit Krämpfen.

 

„Durchhalten, jetzt ganz locker bleiben, du hast es bald geschafft…“ Verkrampfung löst sich wieder, die Beine laufen mechanisch, getragen von den „Weiter so“ -Rufen vom Streckenrand.

 

Km 39 – noch 3 km – das ist die Strecke von zu Hause bis Paretz-Hof – lächerlich. Das kriege ich doch locker hin! Male mir den so greifbar nahen Moment des Zieleinlaufs aus, diesen wunderbaren Moment des Sieges und des Triumphes – vor lauter Vorfreude habe ich einen Kloß im Hals und eine Träne im Auge, kurzzeitig erschwert der Kloß die Atmung. So nahe vor meinem großen Ziel, ich kann das Brandenburger Tor bereits sehen, die Straße Unter den Linden ist dicht gesäumt, die Stimmung könnte nicht besser sein – ich habe das Gefühl, mir wachsen Flügel. Das sind unbeschreibliche Momente, die letzten Meter…

 

Geschafft, genauso wie ich es wollte – locker, mit einem Lächeln und erhobenen Armen durchs Ziel.

 

Das Lächeln hielt sich nicht lange, überwältigt von Gefühlen des Glücks und des Stolzes lasse ich die Tränen kullern. Ich sehe mich um und stelle fest, dass ich mich inmitten einer Masse von glücklichen Menschen befinde, die sicherlich alle das Gleiche bewegt – Wir haben es geschafft, nicht gegeneinander sondern miteinander. 

 

Die Beine gehen automatisch weiter, Medaille, Wärmefolie, noch mal ein Stück Banane und warmen Tee  (ich genieße jeden Schluck), langsam weiter zur Chipabgabe. Zum Abbauen setze (und das fällt mir schwer) ich mich auf  einen Bordstein, erst jetzt merke ich, wie hart die Beine sind.

 

LKW 87 – Sack abholen – warme Sachen anziehen. Ich fühle mich so richtig wohlig darin. Die Frau neben mir, ebenfalls Anfängerin,  bietet mir den ersten Schluck aus ihrer Cola-Flasche an, sie will einen ausgeben auf ihren Erfolg und guckt genau so glücklich wie ich.

 

Ich denke an die Aufschrift eines Transparentes „Der Schmerz vergeht, der Stolz bleibt“

Petra Imker

Havelblitze beim 31. Berlin - Marathon

26. September 2004

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